AngebotErstellen.de

Die 7 besten Angebotsprogramme im Vergleich 2026

20. August 2026 · 6 Min. Lesezeit · AngebotErstellen.de Redaktion

42 % der deutschen KMU nutzen mittlerweile bezahlte Cloud-Software im Geschäftsalltag – ein Anstieg von 12 Prozentpunkten seit 2021 (IfM Bonn, 2025). Trotzdem erstellt ein großer Teil der Selbstständigen und kleinen Unternehmen Angebote noch immer manuell in Word oder Excel.

Das Angebot an Software ist mittlerweile groß – von reinen Buchhaltungstools mit Angebotsfunktion bis zu dedizierten Angebotsprogrammen. Dieser Überblick vergleicht sieben Optionen, die in Deutschland für Angebote genutzt werden, mit ihren jeweiligen Stärken und Grenzen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Reine Buchhaltungstools wie Lexoffice, sevDesk, FastBill oder easybill behandeln Angebote meist als Nebenfunktion neben Rechnungsstellung und DATEV-Export.
  • Papierkram bietet eine dauerhaft kostenlose Stufe, allerdings mit Logo auf den Dokumenten und eingeschränktem Funktionsumfang.
  • Debitoor wurde 2021 eingestellt – ehemalige Nutzer:innen brauchen zwingend eine Alternative.
  • Dedizierte Angebotssoftware wie AngebotErstellen.de startet ab 9 €/Monat und fokussiert sich speziell auf den Angebotsprozess statt auf Buchhaltung.

Worauf es bei einem Angebotsprogramm ankommt

Bevor die einzelnen Tools im Detail folgen, lohnt sich ein Blick auf die Kriterien, die den größten Unterschied im Alltag machen:

  • Automatische Preisberechnung – inklusive Rabatten und unterschiedlichen MwSt.-Sätzen
  • Kleinunternehmerregelung – automatischer Verzicht auf MwSt.-Ausweis, falls zutreffend
  • Versand und Tracking – sehen, ob ein Angebot geöffnet wurde
  • Digitale Annahme – statt unklarer E-Mail-Antworten
  • Übergang zur Rechnung – ohne Positionen erneut eintippen zu müssen
  • Preis-Leistungs-Verhältnis – besonders für Einzelunternehmer:innen relevant

Eine tiefere, tabellarische Gegenüberstellung von vier zentralen Optionen findet sich zusätzlich im Artikel Die beste Angebotssoftware im Vergleich.

1. AngebotErstellen.de

Ein dediziertes Angebotsprogramm statt Buchhaltungstool mit Angebotsfunktion. Sechs Vorlagen-Stile, automatische Berechnung inklusive Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG, digitale Annahme per Link mit zweistufiger E-Mail-Bestätigung und ein Ein-Klick-Übergang vom angenommenen Angebot zur Rechnung – die Inhalte werden nach Annahme gesperrt, damit sich vereinbarte Konditionen nicht mehr rückwirkend ändern lassen.

Preis: ab 9 €/Monat (Starter), 14 Tage kostenlos testen. Stärke: Fokus auf den Angebotsprozess statt Buchhaltung, inklusive Nachverfolgung und Erinnerungs-E-Mails. Grenze: Kein Mehrbenutzer-Workspace für größere Teams.

2. Lexoffice

Lexoffice ist in erster Linie eine Buchhaltungssoftware mit DATEV-Export und Steuervorbereitung. Ein Angebotsgenerator ist im Buchhaltungspaket enthalten, aber nicht der Kernfokus des Produkts – entsprechend fehlen dedizierte Werkzeuge wie ein Stundensatz- oder Gewerbesteuer-Rechner.

Preis: ab ca. 8–15 €/Monat, je nach Paket. Stärke: Starke Buchhaltungsfunktionen, DATEV-Anbindung. Grenze: Angebotsfunktion ist Beiwerk, kein eigener Preiskalkulator.

3. sevDesk

Ebenfalls primär eine Cloud-Buchhaltungslösung, mit solider mobiler App und Angebotsfunktion als Teil des Gesamtpakets. Für reine Buchhaltung eine gute Wahl, für den Angebotsprozess mit mehreren Layout-Optionen eher eingeschränkt.

Preis: ab ca. 14 €/Monat. Stärke: Mobile App, gute Buchhaltungsintegration. Grenze: Wie bei Lexoffice ist die Angebotsfunktion nicht der Produktfokus.

4. Papierkram

Papierkram deckt neben Angeboten auch Zeiterfassung, Projektverwaltung, EÜR und UStVA ab – ein umfassendes Bürokratie-Tool. Es gibt eine dauerhaft kostenlose Stufe, allerdings mit Papierkram-Logo auf den Dokumenten und eingeschränktem Funktionsumfang.

Preis: kostenlose Stufe verfügbar, Bezahlpakete ab ca. 9,90 €/Monat (jährlich). Stärke: Breiter Funktionsumfang inkl. Zeiterfassung. Grenze: Kein dedizierter Stundensatz-Rechner, kostenlose Version mit Fremdlogo.

5. easybill

easybill ist auf Rechnungsstellung, Mahnwesen und E-Commerce-Integrationen (z. B. Amazon) spezialisiert und wird von über 80.000 Unternehmen genutzt. Angebote sind hier klar der Rechnungsstellung nachgeordnet.

Preis: kostenlose Stufe bis 50 Dokumente/Monat und 3 Kunden, danach ab ca. 12 €/Monat (jährlich). Stärke: Starke E-Commerce-Integrationen, etablierte E-Rechnungs-Unterstützung. Grenze: Angebote sind Nebenfunktion zur Rechnungsstellung.

6. FastBill

FastBill ist ein etabliertes deutsches Buchhaltungstool mit über 70.000 Nutzer:innen, starkem DATEV-Export und E-Rechnungs-Unterstützung (XRechnung/ZUGFeRD). In höheren Paketen ist eine KI-gestützte Belegerfassung enthalten.

Preis: ab ca. 10 €/Monat (Solo, jährlich). Stärke: DATEV-Export, moderne E-Rechnungs-Formate. Grenze: Wie bei den anderen Buchhaltungstools ist die Angebotsfunktion sekundär.

7. Debitoor (eingestellt)

Debitoor wurde 2021 eingestellt und ist nicht mehr verfügbar. Wer noch aktiv nach einer Alternative für Debitoor sucht, findet in den oben genannten Tools – je nach Schwerpunkt Buchhaltung oder Angebotsprozess – einen passenden, aktiv weiterentwickelten Ersatz.

Word und Excel: Die Ausgangslage für viele

Für ein bis zwei Angebote im Jahr reicht eine einfache Vorlage in Word oder Excel meist aus – eine kostenlose Vorlage gibt es unter Angebotsvorlage für Word. Sobald mehrere Positionen, Rabatte oder unterschiedliche MwSt.-Sätze im Spiel sind, steigt jedoch das Risiko von Formelfehlern und Layout-Problemen beim PDF-Export deutlich. Ein ausführlicher Vergleich findet sich im Artikel Angebotssoftware vs. Word/Excel.

Buchhaltungstool oder dediziertes Angebotsprogramm?

Die zentrale Entscheidung ist weniger “welches Tool ist am besten”, sondern “welche Kategorie passt zu meinem Bedarf”. Wer vor allem eine durchgängige Buchhaltung inklusive Steuervorbereitung sucht, ist mit Lexoffice, sevDesk, FastBill oder easybill gut bedient – die Angebotsfunktion ist dort ein Zusatz zum eigentlichen Produkt.

Wer dagegen häufig Angebote mit unterschiedlichen Layouts, Paketpreisen und Nachverfolgung verschickt, profitiert von einem Tool, das speziell dafür gebaut ist. Warum das gerade für Agenturen einen spürbaren Unterschied macht, erklärt der Artikel Angebotssoftware für Agenturen.

So findest du das passende Tool für dich

Statt nach dem “besten” Angebotsprogramm im Allgemeinen zu suchen, hilft eine kurze Selbsteinschätzung entlang von drei Fragen:

  1. Brauchst du vor allem Buchhaltung oder vor allem einen guten Angebotsprozess? Bei laufender Buchführung mit DATEV-Export sind Lexoffice, sevDesk oder FastBill naheliegend. Steht der Angebotsversand mit Tracking und mehreren Layouts im Vordergrund, lohnt sich ein dediziertes Tool.
  2. Wie viele Angebote verschickst du pro Monat? Bei ein bis zwei Angeboten im Jahr reicht oft eine kostenlose Stufe oder eine einfache Vorlage. Ab regelmäßigem Versand zahlt sich Automatisierung schnell aus.
  3. Wie wichtig ist dir das Erscheinungsbild deiner Angebote? Agenturen und Dienstleister mit direktem Kundenkontakt profitieren stärker von mehreren Vorlagen-Stilen als reine Buchhaltungstools sie bieten.

Die meisten Tools bieten eine kostenlose Testphase – ein direkter Test mit einem echten, aktuellen Angebot zeigt meist schneller als jeder Vergleichsartikel, ob ein Tool zum eigenen Arbeitsablauf passt.

Häufige Fragen zu Angebotsprogrammen

Was ist der Unterschied zwischen Angebotssoftware und Buchhaltungssoftware?

Buchhaltungssoftware fokussiert sich auf Belege, Steuervorbereitung und DATEV-Export, mit Angeboten als Zusatzfunktion. Dedizierte Angebotssoftware konzentriert sich auf den Angebotsprozess selbst: Layout, Preisberechnung, Versand und Nachverfolgung.

Gibt es kostenlose Angebotsprogramme?

Ja, etwa Papierkram oder easybill mit eingeschränkten kostenlosen Stufen (Fremdlogo bzw. begrenzte Dokumentenzahl). Für den Einstieg reicht das oft aus, mit wachsendem Bedarf lohnt sich meist ein Bezahlplan.

Was ist die beste Alternative zu Debitoor?

Debitoor wurde 2021 eingestellt. Je nach Schwerpunkt – reine Buchhaltung oder dedizierter Angebotsprozess – eignen sich Lexoffice, sevDesk oder AngebotErstellen.de als aktiv weiterentwickelte Nachfolger.

Lohnt sich der Wechsel von Word/Excel zu einem Angebotsprogramm?

Ab dem Moment, in dem mehrere Positionen, Rabatte oder unterschiedliche MwSt.-Sätze regelmäßig vorkommen, ja. Das Risiko für Rechenfehler und der Zeitaufwand pro Angebot steigen mit Excel-Vorlagen deutlich.

Kann ich mit jedem dieser Tools die Kleinunternehmerregelung abbilden?

Die meisten der genannten Tools unterstützen § 19 UStG in irgendeiner Form. Wie zuverlässig der MwSt.-Ausweis dabei automatisch angepasst wird, unterscheidet sich – ein Blick in die jeweilige Produktdokumentation vor dem Wechsel lohnt sich.

Weitere Zahlen zur Digitalisierung deutscher KMU findest du gesammelt in unserer Statistik-Übersicht 2026.

Fazit: Die richtige Kategorie wählen, nicht nur das bekannteste Tool

Es gibt kein universell “bestes” Angebotsprogramm – nur das Tool, das am besten zum eigenen Schwerpunkt passt. Wer Buchhaltung und Angebote in einem Tool bündeln will, findet mit Lexoffice, sevDesk, FastBill oder easybill etablierte Optionen. Wer den Angebotsprozess selbst in den Mittelpunkt stellt, ist mit einem dedizierten Tool wie AngebotErstellen.de oft besser bedient.

Jetzt kostenlos starten: Professionelle Angebote online erstellen
Jetzt ausprobieren

Das könnte dich auch interessieren